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Adam B. Adam B.
Es ist zwar schon ein paar Monate her – dennoch, ich muss es erzählen. Freitagabend: Hatte gerade einen ansehnlichen Stapel LPs in der Box erstanden – lauter Scheiben, die mir schon lange schmerzlich in der Sammlung gefehlt haben – und wollte mir mal gemütlich die eine oder andere davon zu Gehör führen. Schnell noch ein Fach im Regal leergeräumt, damit die neuen Scheiben Platz haben und den schönen Transrotor AC um ein paar Millimeter nach vorne gerückt. Und das hätte ich nicht tun sollen. Der Netzanschluss, diverse hauchdünne, farbige Käbelchen, welche unterhalb des Plattenspielers und innerhalb der Tonarmliftsäule mehr oder weniger wackelig angebracht waren (somit war auch oftmals ein Brummen zu vernehmen), hingen nun völlig anschlusslos und funktionsunfähig herum. Das... Weiterlesen
Es ist zwar schon ein paar Monate her – dennoch, ich muss es erzählen.
Freitagabend: Hatte gerade einen ansehnlichen Stapel LPs in der Box erstanden – lauter Scheiben, die mir schon lange schmerzlich in der Sammlung gefehlt haben – und wollte mir mal gemütlich die eine oder andere davon zu Gehör führen. Schnell noch ein Fach im Regal leergeräumt, damit die neuen Scheiben Platz haben und den schönen Transrotor AC um ein paar Millimeter nach vorne gerückt. Und das hätte ich nicht tun sollen.
Der Netzanschluss, diverse hauchdünne, farbige Käbelchen, welche unterhalb des Plattenspielers und innerhalb der Tonarmliftsäule mehr oder weniger wackelig angebracht waren (somit war auch oftmals ein Brummen zu vernehmen), hingen nun völlig anschlusslos und funktionsunfähig herum. Das Ding selbst zu reparieren erschien mir unmöglich und je mehr ich versuchte, umso mehr fiel das Ganze in sich zusammen. Verzweiflung. Und das am Wochenende.
Samstagmorgen: Ich sitze in meinem Wagen und warte auf einem Parkplatz in der Mundenheimer Straße. Die Box im Visier. Da – da kommt er, der Chef, der Meister – 15 Minuten vor Öffnungszeit der Box. Ich springe aus dem Wagen und kreuze seinen Weg. „Morgen Chef, ich brauche dringend Ihre Hilfe. Mein Plattenspieler ist krank.“ Habe bestimmt sehr weinerlich geklungen und ebenso geguckt.
„Haben Sie ihn dabei?“ - „Ja“ - „Hopp, her damit!“ Gesagt, getan. „Ach …“ sagt er, als er den Patienten sieht, den er mir vor ein paar Jahren übrigens selbst verkauft hat, und „Ach du Scheiße …“ als er den Gesundheitszustand begutachtet. „Das wird nicht einfach, das dauert. Kann nur hoffen, dass heute im Laden nicht viel los ist, dann muss ich nämlich aufhören.“ „Ich kann ja helfen“, sage ich flehentlich.
Und - ich wagte es nicht, davon zu träumen – der Maestro legt sofort Hand an und operiert mit den Händen eines Feinmechanikers oder Uhrmachers und der Geduld eines Engels. Nur ab und zu – wenn das vermaledeite Telefon klingelt und irgendwer unendliche kostenlose Ratschläge haben will, sagt er: „Da kann ich ja überhaupt nicht drauf“ und ist leicht gereizt.
Nach ca. sechzig Minuten höchster Präzisionsarbeit – abzüglich einiger weniger kurzer Störungen, ist mein liebster Kumpel (nach meiner Frau und meinem Hund) wieder gesund und so perfekt zusammengebaut wie nie zuvor, seit ich ihn besitze.
Ich hätte weinen können vor Glück. Hatte doch schon das dunkle Szenario vor Augen: Eine gutbestückte Schallplattenwand mit Audioanlage ohne meinen heißgeliebten Plattenspieler. Und das wer weiß für wie lange. Und nun durfte ich ihn gleich nach der OP wieder mitnehmen. Auch das Honorar für den überaus gelungenen Eingriff war ein absoluter Freundschaftspreis.
Lieber Herr Bohrmann, Sie haben mich an diesem Tag richtig glücklich gemacht. So einen Service bekommt man heutzutage nur noch von so „alten Hasen“ wie Ihnen.
Danke.

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